pro
e.V. Lützelsachsen
∗∗   Kulturelle, soziologische und städtebauliche Entwicklungen fördern   ∗∗  Gemeinnützige Veranstaltungen unterstützen    ∗∗   Soziale Projekte begleiten  ∗∗   ∗∗

GEMEINDEHALLE

Mit einem Handstreich fegt Oberbürgermeister Bernhard die Sporthallen für Lützelsachsen und Oberflockenbach aus dem Haushaltsplanentwurf 2016

Auszug aus dem Bericht der Weinheimer Nachrichten vom 11.12.2015: In seiner Rede vor dem Gemeinderat am 09.12.2015 zum Haushaltsplanentwurf teilt er mit: Bei den Sporthallen für Lützelsachsen und Oberflockenbach werde man zwar die Planung abschließen. „Dann ist aber erst einmal Pause“, so Bernhard – und zwar auf unbestimmte Zeit.

Somit findet ein kommunales Vorhaben der Stadtplaner auf der Grundlage einer musterhaft sorgfältigen haushalterischen Planung und unter Vermeidung einer unangenehmen und zeitaufwendigen Bürgerbeteiligung (statt dessen fand eine sogenannte "Nutzerbeteiligung" statt) ein plötzliches Ende.





Neue Halle in Lützelsachsen

Die Stadt Weinheim hat endlich 42 Jahre nach der Eingemeindung finanzielle Mittel zum Bau einer neuen Halle als Ersatz für die marode Gemeindhalle an der Wintergasse in den Haushalt eingestellt. Dazu hatte der Gemeinderat beschlossen, am Standort der bisherigen Halle einen Neubau mit der späteren Möglichkeit der modularen Erweiterung / Nutzung zu errichten. Zunächst soll die Halle für die sportliche Nutzung eingerichtet werden, diese sei aber so zu gestalten, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt durch eine bauliche Erweiterung als Gemeindehalle über den sportlichen Bedarf hinaus genutzt werden kann.

Jetzt ist es endlich so weit: Ein Entwurf für die neue Halle liegt vor!

Nach Abschuss des Architektenwettbewerbs hat sich die Auswahlkommission der Stadt Weinheim für den Entwurf des Architekturbüros Glück und Partner/Stuttgart entschieden. Dieser Entwurf hat aus unserer Sicht im Gegensatz zu allen anderen Entwürfen einen entscheidenden Vorzug: Der alte Dorfplatz und die südlich gelegenen alten Scheunen bleiben erhalten . So ist es auch weiterhin möglich, diesen in die alte Lützelsachsener Bebauung eingebetteten öffentlichen freien Raum für Veranstaltungen der Lützelsachsener Bürgerinnen und Bürger zu nutzen.

Die Wettbewerbsergebnisse waren leider nur 6 Tage ausgestellt und zwar -mangels geeigneter Räumlichkeiten - nicht in Lützelsachsen, sondern im Rathaus in Weinheim. Am 25.01.2015 war in den Weinheimer Nachrichten zu lesen, dass Lützelsachsen zwischenzeitlich schon mehr Einwohner als die Kernstadt hat. Daher wird künftig in dieser wachsenden Gemeinschaft auch ein zunehmender Bedarf an öffentlichen Räumlichkeiten entstehen.

Es ist deshalb dringend erforderlich, dass im Hinblick auf unsere aktuelle Einwohnersituation sogleich als nächster Schritt über die Umsetzung der beschlossenen modularen Erweiterung der Halle gesprochen wird. Es wäre aus wirtschaftlicher Sicht unklug, die Möglichkeit der modularen Erweiterung nicht gleich mit umzusetzen.

Leider sieht der Ortschaftsrat das anders

Der Ortschaftsrat Lützelsachsen hat gemäß Beschluss vom 19.02.2015 mehrheitlich gegen die Stimmen der FDP und CDU dem Gemeinderat der Stadt Weinheim empfohlen, das Architekturbüro Glück & Partner mit der Planung für eine reine Sporthalle ohne modulare Erweiterung mit der Gesamtplanung - Leistungsphasen 2 – 9 gemäß HOAI - zu beauftragen.

Der aktuell gültige Gemeinderatsbeschluss zum Geänderten Beschlussantrag – SD – Nr. 196 / 1 sieht den Neubau…am Standort der bisherigen Gemeindehalle mit der späteren Möglichkeit der modularen Erweiterung / Nutzung… vor. Somit widerspricht die Empfehlung des Ortschaftsrates Lützelsachsen dem o. g. Gemeinderatsbeschluss.

Pro Lü hat sich in einem Schreiben vom 23.02.2015 an die Mitglieder des Gemeinderates der Stadt Weinheim mit der Bitte gewandt, den ursprünglichen Gemeinderatsbeschluss vollumfänglich weiter zu verfolgen. Die Entscheidung soll in der öffentlichen Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 25. Februar 2015, fallen.

Der Gemeinderat beauftragt in der Sitzung vom 25.02.2015 das Architekturbüro Glück & Partner mit der Planung einer Sporthalle in Lützelsachsen.

Der Weinheimer Gemeinderat hat mit großer Mehrheit beschlossen, eine reine Sporthalle in Lützelsachsen planen zu lassen - ohne die vom Gemeinderat im Dezember 2014 – SR 196/13, S. 25 - beschlossene modulare Erweiterung zur Mehrzweckhalle - mindestens in der Vor – und Entwurfsplanung - mit zu beauftragen, siehe auch den Artikel der Weinheimer Nachrichten vom 28.02.2015.

Die demokratisch gefallene Entscheidung des Gemeinderates für eine reine Sporthalle respektieren und akzeptieren wir selbstverständlich. ProLü hatte sich , wie viele Lützelsachsener Sportler für eine neue Halle für Sport eingesetzt und begrüßt die Entscheidung des Weinheimer Gemeinderates vom 25.02.2015. Dies ist ein großer Fortschritt für Lützelsachsen. Pro Lü hat sich aber auch für eine Nutzung ausserhalb des Sports eingesetzt, da wir die Auffassung vertreten, dass eine gemeindliche Halle mehr als nur Sport ermöglichen sollte. Diskutieren, andere Ideen zu entwickeln und für seine Meinung einzutreten, notfalls auch zu streiten, sehen wir als unsere vornehme Aufgabe als denkende Menschen. Wir hatten uns erlaubt, etwas über den momentanen Bedarf hinaus zu überlegen und wollten eine spätere mögliche Erweiterung der neuen Sporthalle zur Mehrzweckhalle schon jetzt in die Vor- und Entwurfsplanung einfliesen lassen.

Wir respektieren, dass der Gemeinderat dies nicht mittragen wollte. Nicht nachvollziehbar ist aber, dass ausgerechnet zwei Lützelsachsener Ortschaftsräte ausschließlich polemisch und unsachlich gegen unsere Überlegungen vorgegangen sind, anstatt sich sachlich mit unseren Argumenten auseinanderzusetzen. Polemische Abwertungen Andersdenkender und Drohgebärden ersetzen nicht den konstruktiven Dialog. Für Pro Lü sind Bürgerschaftliches Engagement und Meinungsfreiheit die Grundlage unserer demokratischen und freiheitlichen stattlichen Grundordnung.

Wir werden daher weiterhin die Umsetzung Entscheidung des Gemeinderates kritisch unterstützen, beobachten und begleiten, auch wenn das einigen Andersdenkenden missfällt.